Call for papers

Gemeinschaftliche Resilienz in Zeiten der Pandemie

Themenheft Forum Gemeindepsychologie zu den Konsequenzen der COVID-19 Pandemie aus dem Blickwinkel der Gemeindepsychologie

 
Forum Gemeindepsychologie - Pabst Science Publishers Forum Gemeindepsychologie, ein peer-reviewed Journal, hat sich zum Ziel gesetzt, gemeindepsychologisches Denken und Handeln in Wissenschaft, Praxis und Politik zu vertreten und zu verankern Herausgeber*innen: Cornelia Caspari, München - Peter Caspari, München - Edith Köhler, Berlin - Ingeborg Schürmann - Berlin - Mike Seckinger, München - Irmgard Teske, Markdorf
Gast-Herausgeber des Themenhefts: Wolfgang Stark; Hochschullehrer iR, Universität Duisburg-Essen; Gastwissenschaftler Strascheg Center for Entrepreneurship, Visiting Fellow at VU Amsterdam

Die COVID-19-Pandemie ist eine historische Krise für die Menschheit, die die verschiedenen sozialen Gemeinschaften unseres gesamten Planeten betrifft. Die Pandemie ist kein isoliertes Ereignis, das in ein paar Monaten vorbei ist. Sie ist verbunden mit einer Reihe von verwandten Krisen: dem globalen Klimawandel, den Auswirkungen industrieller Landwirtschaft, sozialer und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, Rassismus, geschlechtsspezifischer Gewalt und vielem mehr. Obwohl auf den ersten Blick unterschiedliche Themen und Ursachen, haben die genannten Krisen eines gemeinsam: Sie sind alle menschengemacht und haben regionale und globale Auswirkungen.
Gemeinschaften auf der ganzen Welt leiden unter den Folgen dieser Krisen, (re)agieren aber auch vielfältig kreative und solidarisch, um diese Krisen zu bewältigen (einige besondere Initiativen werden in der New Bank for Community Ideas and Solutions als Gedächtnis unseres ‚sense of community‘ gesammelt). Jenseits politischer und administrativer Strategien und Pläne scheinen die Resilienz von Gemeinschaften und die kreativen Wege, wie Gemeinschaften mit Krisen umgehen, Teil einer gesellschaftlichen DNA zu sein, die benötigt wird, um pandemische Krisen als soziale Gesellschaften zu lösen.

 
Für dieses Themenheft des Forum Gemeindepsychologie bitten wir um Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven, seien es Berichte über Ideen und Lösungen von Gemeinschaften, aus der beruflichen Praxis, akademische Forschungsstudien oder konzeptionelle Arbeiten. Das Themenheft soll folgendes beinhalten:
- Beispiele und Geschichten, wie Menschen regional und in Gemeinschaften erfolgreich mit pandemischen Krisen umgehen
- Berichte oder Studien über Empowerment und gemeinschaftliches resilientes Handeln in pandemischen Krisen
- Studien und Berichte darüber, welche Art von sozialer Struktur und Gemeinschaftssinn nötig ist, um mit unbekannten Herausforderungen fertig zu werden
- Forschung und Berichte über Formen innovativen gemeinschaftlichen Handelns, die nützlich sind, um soziale Beziehungen in Gemeinschaften zu befähigen, Krisen zu bewältigen
- Gemeindepsychologisch inspirierte Problemanalysen, z.B. bezogen auf psychosoziale Lebenslagen oder psychosoziale Handlungsfelder
- andere Beiträge aus gemeindepsychologischer Perspektive, die sich mit der Corona-Pandemie auseinandersetzen.

 

Bitte reichen Sie ein aussagekräftiges Abstrakt (bis ca. 1000 Zeichen) bis zum 15. November 2021
bei der redaktion@gemeindepsychologie.de (Themenheft ‚Gemeinschaftliche Resilienz in Zeiten der Pandemie‘) ein. Beiträge in voller Länge sollen 40.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Bitte im RTF- oder Word-Format einreichen.

Forum Gemeindespychologie

Die neue Ausgabe des Forum Gemeindepsychologie ist erscheinen.

 

Mit dem Themenheft: „Psychotherapie – quo vadis?“ möchten wir eine Diskussion über die Vor- und Nachteile der Reform der Psychotherapieausbildung sowie zum Verhältnis von Gemeindepsychologie und Psychotherapie anstoßen.

Im Wintersemester 2020 ist der neue Studiengang Psychotherapie gestartet. Auch wenn diese Reform für das Fach der Psychologie und die Berufsausübung wesentliche Veränderungen mit sich bringt, ist die Umstellung entsprechender Strukturen bislang eher ruhig verlaufen. Es ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen erst im Laufe der nächsten Jahre deutlicher zutage treten werden. Trotzdem haben wir als Gemeindepsycholog*innen diese Veränderung im vorliegenden Heft kritisch beleuchtet.

 

Inhalte und Autor*innen:

 

Editorial
Cornelia Caspari

Der neue Weg zum Beruf der Psychotherapeut*in
Ingeborg Schürmann

Das erschöpfte Selbst der Psychologie: Die neue Psychotherapiegesetzgebung als fragwürdiges „Heilmittel“
Heiner Keupp

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie damals, heute und morgen – eine kritische Bestandsaufnahme

Silke Birgitta Gahleitner & Adrian Golatka

Neue Chancen und alte Begrenzungen für die psychotherapeutische Versorgung schwer psychisch erkrankter Menschen

Achim Dochat

Berufliche Identitätssuche oder das Verhältnis von Psychologie – Psychotherapie und Gemeindepsychologie – eine Versuchungs-Versagungs-Situation?
Cornelia Caspari

 

Die Beiträge stehen unter www.gemeindepsychologie.de kostenlos zum Download bereit.